Akranes

File 170Nördlich von Reykjavik im Westen Islands, an der Spitze der Halbinsel zwischen Hvalfjördour und Borgarfjördur, liegt mit einer Einwohnerzahl von rund 6600 das kleine Hafenstädtchen Akranes. Akranes ist die größte Stadt im Westen Islands und wurde ungefähr im Jahre 880 von irischen Einsiedlern bewohnt. Zur Zeit der Wikinger wurde hier viel Getreide angepflanzt, woran der Name der Stadt, der ursprünglich Kornackerinsel bedeutet, noch erinnert.

Heute bilden die Fischverarbeitung und die Zementproduktion die hauptsächlichen Gewebezweige. Der Fischfang hat hier eine breite Tradition: die ersten Anlegestellen sind im Jahre circa 1874 entstanden, die Hafenanlage wurde rund 50 Jahre später in der Bucht Krossvík gebaut. Der Hafen ist auch heute noch einer der wichtigsten Fischereihäfen Islands.

In Akranes erwartet den Besucher ein exzellentes Museum, außerdem einen schönen Strand und prächtige alte Holzhäuser. Das Museumsgelände Akranes, das ein Freilicht- und Heimatmuseum besitzt, bewahrt interessante Relikte aus der Zeit der Seefahrt, Kristalle und Fosilien und einen der ältesten Fischerkutter der Insel. Einige Bereiche des Museums beinhalten eine Sportabteilung, die Aufschluss über die örtlichen Sporthelden und deren Siegeszüge gibt.

Sport hat einen herausragenden Status in Akranes: vor allen Dingen die hiesige Fussballmannschaft konnte schon so manchen Sieg nach Hause getragen, was den Nationalstolz Islands stärkt.