
Das Hochland
Wer in Island auf der Suche nach Abgeschiedenheit jenseits der Zivilisation ist, wird im Hochland der Insel sicher fündig. Hier gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Stein- und Sandwüsten, Vulkane aller Art, Gletscher und tiefe Schluchten prägen das Panorama einer Landschaft, die an einsame Mondlandschaften und die unendliche Weite der Mongolei erinnert.
Entsprechend der rauen Natur sind die Witterungsverhältnisse sehr wechselhaft. Wanderungen und Radtouren sind sehr beschwerlich und doch in jedem Fall ein lohnenswertes Erlebnis. Das Hochland umfasst rund 75% der Gesamtfläche Islands und liegt über 200 Höhenmeter über dem Flachland. Das Hochland ist sehr starken und trockenen Winden ausgesetzt und wird selbst im Hochsommer von Schneefall heimgesucht. Daher bilden sich hier auch bizarre Landschaftsformen wie die Moränenlandschaft. Unter Moränen versteht man die Geröllablagerungen und Geländeformationen, die sich durch das von Gletschern transportierte Material bilden.
Aus Flüssen werden hier sumpfige Oasen, in denen man viele Arten von Moor- und Hochlandpflanzen vorfindet An diesen Stellen wachsen zum Beispiel das arktische Weideröschen und das stengellose Leimblatt. Der Rest des Hochlandes ist vor allem im Zentrum nur spärlich bewachsen. Der Viti-Krater bei der Askja-Caldera lädt zu einem besonderen Erlebnis ein, da man dort im warmen und türkisfarbenen Wasser des Vulkans schwimmen kann. In den Kverkfjöll-Eishöhlen, die durch dampfend heiße Quellen in den Gletscher geschmolzen wurden, kann man außerdem verschiedene Eisskulpturen betrachten.
