
Egilsstaðir
Egilsstaðir, Handels- und Industriezentrum sowie regionaler Verkehrsknotenpunkt, ist mit 1910 Einwohnern die größte Stadt im Osten Islands. Die Stadt selbst, die einen rasanten Häuserbau in den vergangenen Jahren erlebt hat, hat neben einige Versorgungsmöglichkeiten nicht sehr viel zu bieten, jedoch gibt es ein kleines, nettes Kulturmuseum und außerdem liegt es am Ufer des Lagarfljót, dem drittgrößten See Islands.
Das Kulturmuseum erzählt etwas von der regionalen Geschichte, Rekonstruktionen eines hießigen Bauernhauses und Grabbeigaben sind zu begutachten. Der sagenumwobene See Lagarfljót, dessen Tiefen von einem Ungeheuer bewohnt sein sollen, bildet einen guten Stützpunkt für Erkundungstouren. Auch kann der See während einer Bootstour befahren werden, auch um mit den Sagen um das Ungeheuer Lagarfljótsormurinn, eine Riesenschlange, die schon zu Wikingerzeiten hier ihr Unwesen getrieben haben soll, auf Tuchfühlung zu gehen. Am Ostufer des Sees tummeln sich die Äste und Bäume der Kiefern und Birken, die sich zu einem beschaulichen Wald zusammengefunden haben. Der Hallormsstaðaskógur ist zugleich Islands größter Wald: für die Isländer ist dieser Wald von großer Bedeutung, sein ehrfürchtiger Name in aller Munde bekannt. Zu Fuß und anhand einer Karte gibt es viele Möglichkeiten diesen vom isländischen Volk verehrten Wald zu durchforsten. Er bietet dem Besucher den Anblick heimischer Zwergbirken und Bergeschen sowie allerlei Weltenbäume.
