Filme

Viele der isländischen Filme konzentrieren sich auf die Geschichte und auf die Literatur Islands. Erst spät führte der Debütfilm „Land und Söhne“ von Áugust Guðmundsson zu einem Durchbruch und der Etablierung des isländischen Films auf internationaler Ebene.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der isländische Film rasant, was zu einem ersten Filmfestival und der Gründung einer Förderanstalt führte. „Land und Söhne“ thematisiert die Landflucht, die während der Depression der frühen 30er Jahre stattfand.

Ein ähnliches Filmprojekt, mit dem selben thematischen Hintergrund entstand 1980. Der Film „Der Hof des Vaters“ greift das Thema der Landflucht von 1970 auf. Internationale Beachtung fand der von Friðrik Þór Friðriksson im Jahre 1991 gedrehte Film „Children of Nature – Eine Reise“, der die Geschichte von zwei alten Menschen erzählt, die von Familienangehörigen in ein Altersheim abgeschoben werden. Erinnerungen an die alte Heimat führen die beiden zueinander. Die Intensität der geteilten Erinnerungen an ihre gemeinsame Heimat, die Westfjorde, führt letztlich dazu, dass sie ausbrechen und mit einem gestohlenen Fahrzeug den Ort ihrer Kindheit aufsuchen. Der Film zeigt die beeindruckende Landschaft der Westfjorde und wurde 1992 für den Oskar „Bester ausländischer Film“ nominiert. Der Film hat viele gute Kritiken geerntet und Island auf der Ebene des Films zu einem neuen Selbstbewusstsein verholfen.

Überhaupt hat der isländische Film international an Bedeutung gewonnen. Der Themenkomplex reicht von historisch-geschichtlichen Inhalten, den Sagen und Mythen, bis hin zu sozialen Phänomenen. Die alten Mythen sind ein wichtiger Teil des isländischen Films und der Grund dafür warum der isländische Film heute auch international bei Jung und Alt immer mehr begeisterte Anhänger findet.