Hornstrandir

File 209Hornstrandir ist die nördlichste Halbinsel der Westfjorde Islands: dieses Gebiet hat noch nichts von seiner ursprünglichen Wildheit verloren und ist damit ein einmaliges, wenn auch unwirtliches,  Naturreservat. Polarfüchse, Seehunde, und viele Seevögel bevölkern die Berge und steilen Klippen der Halbinsel. Hornstrandir ist für Wanderer eine Herausforderung.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das mittlerweile menschenleere Gebiet von Bauern bewohnt. Einige der heute noch über das zerklüftete Land verstreuten Häuser dienen als Unterkünfte für Sommergäste, die die Abgeschiedenheit suchen. Die fast 600 Quadratkilometer große Tundra, die Fjorde, Gletscher und das alpine Hochland sind heute als Naturreservate geschützt und unterliegen strengen Umweltvorschriften. Wer in dieser Gegend wandern will, sollte sich gut ausstatten. Es gibt keine Versorgungsmöglichkeiten und die Pässe sind steil, so dass auch für erfahrende Wanderer eine gute Vorbereitung nötig ist. Viele der Wege sind nicht ausgeschildert, was das Mitführern von Karte und Kompass notwendig macht.

Wilde Flüsse müssen überquert werden, von denen einige so reißend sind, dass sie nur bei Ebbe passiert werden können. Die meisten Reisenden kommen in den letzten Juli-Wochenenden nach Hornstrandir: außerhalb dieses Zeitfensters ist von Touren abzuraten, da die Wetterverhältnisse sehr unstet sind. Es ist Empfehlenswert sich vor jeder Tour mit aktuellen Informationen über die aktuellen Wetterverhältnisse zu versorgen. Viele Einheimische können hier nützliche Informationen geben. Im Park sind außerdem Nothütten errichtet worden, die im Falle eines aufkommenden Sturmes aufgesucht werden können. Hornstrandir ist wild und nur für erfahrene Wanderer und Abenteurer geeignet.