Pingeyri

File 218An die Berge der Alpen erinnernd, ragen die nördlichen Gipfel der Halbinsel Pingeyri über die abgeschiedene Region der Westfjorde Islands. Fels und Geröll prägen die bergige Landschaft, die zum großen Teil vulkanischen Ursprungs ist. Wanderungen durch diese Gegend sind anziehend, da sie einen erstaunlichen Kontrast zu den sonst so begrünten Tälern der Westfjorde bilden.

Die Ostseite der Halbinsel führt zu dem Tal Haukadalur, das als Hochtemperaturgebiet geltend, am Fuße des Berges Laugarfjall liegt. Dieser Berg, der auch „Berg der warmen Quellen genannt wird“, ist landesweit für seine Geysire bekannt. Die Spitze der Halbinsel kann bei guten Fahrbedingungen mit Allradfahrzeug umrundet werden: hier bietet sich die Gelegenheit den einsamen Leuchtturm von Svalvogar zu besichtigen.

Im Haukadaldur wird jährlich immer am ersten Wochenende des Monats Juli ein Volksfest gefeiert, das zu Ehren der Wikinger gefeiert wird. Das sagenumwobene Ereignis beschert dem Islandreisende unvergessliche Impressionen der noch lebendigen Kultur Islands. Bewegt man sich mehr in das Landesinnere eigent sich der über 900 m hohe Kaldbakur, dessen Gipfel über das höchste Haupt der Westfjorde krönen, für Wanderungen mit erstaunlichen Ausblicken. Ein kleines Museum an der Südseite der Insel in Hrafnseyri gibt Kunde über Leben und Werk von Jón Sigurðsson, ein isländischer Politiker, der zum Vorkämpfer der Unabhängigkeit Islands von Dänemark wurde. Sein Geburtstag, der auf den 17. Juni fällt, ist zugleich der Nationalfeiertag Islands.