Reykjahlid

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Am Nordostufer des faszinierenden Myvatn-See liegt mit einer bescheidenen Einwohnerzahl von weniger als 300 das Dorf Reykjahlíð. Reykjahlíð ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Exkursionen in das schöne Umland. Als der Vulkan Krafla im Jahre 1729 nach einer länger andauernden Aktivitätsphase schließlich ausbrach, zerstörten seine Lavaströme die Häuser und Höfe Reykjahlíðs. Bis auf eine auf einer Anhöhe gelegene Holzkirche wurde das ganze Dorf dem Erdboden

gleichgemacht. Die Legende um die Kirche des Ortes ist heute immer noch weithin bekannt. Allerdings ist die heutige Kirche ein relativ neuer Bau. Das Gotteshaus zeigt Schnitzereien, Gemälde und Batikkunstwerke. Kleine Holzarbeiten erinnern an die Kirche, die damals den wütenden Lavamassen entkam.

File 245Wer sich erholen möchte kann sich in dem von Dämpfen umgebenen türkis-blauen Wasser des Naturbades einen ausgiebigen Badetag können. Von Reykjahlíð aus werden viele Freizeitaktivitäten und Ausflüge angeboten: Reitausflüge am Ufer des Sees, Fahrten durch das Gebiet Myvatn-Krafla, Tagestouren zum Dettifoss und Besichtigungen der Lavahöhle Lofthellir oder der Askja-Caldera im Hochland.

Wanderwege führen von Reykjahlíð aus zum Hverfell, wo mit Wasser gefüllte Felsspalten zum Baden einladen. Der Tephra-Krater Hverfell entstand vor über 2500 Jahren und ist mit einer Höhe von 460 m und einem Durchmesser von 1.000 m das bekannteste Landschaftsmerkmal der ehrfurchtsgebietenden Mytvatn-Region. Das bizarre und große Lavagebiet Dimmuborgir, das ebenfalls von Reykjahlíð über einen Wanderweg zu erreichen ist, erwartet seine Besucher mit erstaunlichen Landschaftsformen. Natürliche Säulen, Höhlen und Skulpturen verteilen sich über diese Lavalandschaft.