
Siglufjördur
Im Nordwesten Islands, am Fuße des Berghanges am gleichnamigen Fjord liegt mit einer Einwohnerzahl von 1340 das kleine Fischerdorf Siglufjörður – „Schiffsmastfjord“ -, an dessen frühere Glanzzeiten das Heringfangmuseum und das Heringfest erinnert: hier boomte einst der Heringsfischfang.
Heute ist der Ort eher ruhig, jedoch – bedingt durch seine Lage - noch immer von einer dramatischen Aura umgeben. Die historischen Gebäude und das Heringsmuseum üben einen großen Reiz aus und diesem unterlagen schon so manche Besucher. Als Siglufjördur noch Zentrum für Heringsfischerei war, besiedelten viele Menschen diesem Ort. In der Hafengegend tummelten sich die Fischfänger und ihre Boote, die den Tagesfang geladen hatten, um anschließend gesalzen und zum Verkauf gestellt zu werden. Das Heringsaufkommen ließ in den 60ger Jahre rasant nach, womit auch die Attraktivität von Siglufjördur abnahm.
Aber auch heute noch bildet Siglufjördur, die nur 40 km südlich des Polarkreises liegt, eine optimale Basis für Wanderungen in das Umland: zu erreichen ist die Stadt über eine der prächtigsten Küstenstraßen Nordislands. Im städtischen Herringsmuseum erfährt der Besucher etwas über den Alltag der Stadtbewohner zur Zeit des florierenden Heringsfangs: Fotos, Filme und Gegenstände illustrieren den Prozess des Fischfangs und dessen Verarbeitung. Damit der Besucher einen authentischen Einblick in das damalige lebendige Treiben erhält, wurde die gesamte Hafenlandschaft originalgetreu nachgestellt.
