Siglufjördur

File 200Im Nordwesten Islands, am Fuße des Berghanges am gleichnamigen Fjord liegt mit einer Einwohnerzahl von 1300 das kleine Fischerdorf Siglufjörður – „Schiffsmastfjord“ -, an dessen frühere Glanzzeiten das Heringsfangmuseum und das Heringsfest erinnert: hier boomte einst der Heringsfischfang.

Heute ist der Ort eher ruhig. Trotzdem ist er immer noch von der beeindruckenden Natur geprägt, die ihn umgibt. Die historischen Gebäude und das Heringsmuseum üben einen großen Reiz aus dem schon so manche Besucher erlagen. Als Siglufjördur noch ein Zentrum der Heringsfischerei war, zogen viele Menschen an diesen Ort. Damals war der Hafen immer voller Fischerboote. Das Heringsaufkommen ließ in den 60er Jahren rasant nach, wodurch auch die Attraktivität von Siglufjördur abnahm.

Aber auch heute noch bildet Siglufjördur, das nur 40 km südlich des Polarkreises liegt, eine optimale Basis für Wanderungen in das Umland: zu erreichen ist die Stadt über eine der prächtigsten Küstenstraßen Nordislands. Im städtischen Heringsmuseum erfährt der Besucher etwas über den Alltag der Stadtbewohner zur Zeit des florierenden Heringsfangs: Fotos, Filme und Gegenstände illustrieren den Prozess des Fischfangs und die Verarbeitung des Fisches. Damit der Besucher einen authentischen Einblick in das damalige lebendige Treiben erhält, wurde die gesamte Hafenlandschaft im Museum originalgetreu nachgebildet.